ATELIER 1700 · MALER IN ESTAVAYER-LE-LAC
Maler in Estavayer-le-Lac, in den Bürgerhäusern am Seeufer
Die Altstadt von Estavayer-le-Lac drängt ihre Bürgerhäuser eng aneinander, zwei Schritte von einem See entfernt, der seine eigene Feuchtigkeit aufzwingt. Eine Fassade oder ein altes Inneres hier herzurichten verlangt, mit dieser Nähe des Wassers zu rechnen, statt sie zu erleiden.
Bürgerhäuser, die einander berühren
Die Gasse wird vor dem Haus betrachtet
Gasse um Gasse teilen die Häuser der Altstadt von Estavayer-le-Lac ihre Brandmauern, in verschiedenen Epochen errichtet, mit Stoffen, die auf Feuchtigkeit nicht gleich antworten. Die ganze Gasse wird betrachtet, bevor man sich auf ein einziges Haus richtet, denn das Städtchen liest sich als Ganzes.
Die Luft des Sees in den Mauern
Zwei Fassaden, zwei Klimata
Die Nähe des Sees bringt eine besondere Luftfeuchte, ausgeprägter als anderswo im Kanton, und die alten Bürgerhäuser nehmen sie je nach Ausrichtung verschieden auf. Eine zum Wasser gewandte Fassade empfängt Gischt und Umgebungsfeuchte fast das ganze Jahr, während die rückseitige, abgeschirmte Fassade auf ganz andere Weise altert. Dieser Gegensatz zeigt sich an den alten Putzen, auf der einen Seite bisweilen mehlend und auf der anderen noch fest. Vor jedem Eingriff sagt eine Feuchtigkeitsdiagnose welche der beiden Seiten eine besondere Behandlung verlangt und welche einfach eine neue Schicht empfangen kann.
Das alte Innere, zwischen Charakter und Behaglichkeit
Zeigen, was es verdient
Im Inneren bewahren diese Häuser oft sichtbare Balken, alte Plattenböden, bisweilen eine ursprüngliche Tapete, noch unter mehreren Farbschichten vorhanden. Meine Aufgabe besteht darin zu zeigen, was es verdient, und das Übrige zu einer heutigeren Oberfläche zu begleiten, ohne die beiden Logiken gegeneinander zu stellen. Eine gelungene Tapezierung in einem solchen Raum verlangt einen vollkommen vorbereiteten Untergrund, denn eine schlecht angepasste Bahn fällt auf einer unregelmässigen Mauer noch stärker auf als auf einer neuen Trennwand. Nach meiner Erfahrung nimmt eine alte Städtchenmauer selten eine hastig gelegte Tapete an, und ich verschiebe eine Pose lieber, als sie auf einem noch anfälligen Untergrund zu erzwingen.
Zweitwohnungen, ein anderer Takt
Der Kalender folgt dem Haus, nicht umgekehrt
Viele Häuser des Städtchens dienen heute als Zweitwohnung, einige Wochen im Jahr bewohnt. Ich arbeite gern in den stillen Zeiten, wenn das Haus leer ist und die Trockenzeit niemanden drängt. Solche Renovationen schreiten in Etappen fort, ein Raum in einem Jahr, eine Fassade im nächsten.
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Kurze Fragen
Jede Fassade antwortet dem See auf ihre Art
Müssen beide Fassaden eines angebauten Hauses zugleich behandelt werden
Nicht zwingend. Jede Seite altert je nach ihrer Lage zum See in ihrem eigenen Takt, und die Diagnose vor Ort zeigt, ob ein gemeinsamer Eingriff wirklich nötig ist.
Arbeiten Sie an Häusern, die nur im Sommer bewohnt sind
Ja, sehr gern, und ich ordne die Baustelle bereitwillig um die Zeiten, in denen das Haus leer bleibt, um keinen Aufenthalt zu stören.
Der See gibt seine Luftfeuchte vor, und der Kalender richtet sich danach.
Kann ich eine alte Tapete herrichten lassen, statt sie zu ersetzen
Das hängt von ihrem Zustand ab, und ich sehe immer zuerst, ob sich alte Tapeten festigen lassen, bevor eine neue Pose im Geist des Ortes erwogen wird.
Zwischen See und Ringmauern bewahrt jedes Bürgerhaus seinen eigenen Takt, und ihn zu achten ist eine Art, dauerhaft für es zu sorgen.
Von meiner Hand
Iven Sambento, Maler EFZ
Jede Baustelle trägt diese Unterschrift.
