ATELIER 1700 · MALER IN ROMONT

Maler in Romont, in den Molassemauern des Städtchens auf der Höhe

Romont liest sich in Stufen, die Unterstadt und das Städtchen darüber, hinter seine Ringmauern zurückgezogen. Zu den Wohnungen der Altstadt hinaufzusteigen und dort Molassemauern und feuchte Mauerfüsse vorzufinden gehört zum Beruf, und ich fahre gern hin.


Eine Mauer, die nicht gerade ist und es nie sein wird

Mit dem Relief rechnen, statt es zu berichtigen

Die von Hand behauene Molasse bewahrt den Handgriff des Städtchens, die Dicke des Putzes richtet sich nach ihren Vertiefungen.

Im Städtchen von Romont hat eine tragende Mauer fast nie einen scharfen Winkel, die von Hand behauene Molasse bewahrt den Handgriff dessen, der sie vor Jahrhunderten gesetzt hat. Ich rechne mit diesem Relief, statt es zu leugnen, und passe die Dicke der Schichten den wirklichen Vertiefungen an. Ein unregelmässiger Untergrund ist kein Mangel, er ist die Unterschrift des mittelalterlichen Städtchens.

Die Feuchtigkeit, die von der Gasse aufsteigt

Der Mauerfuss wird zuerst betrachtet

Das Wasser, das über das Pflaster rinnt, steigt kapillar auf, ein schlecht gewählter Putz schliesst es ein.

Die ältesten Gebäude von Romont berühren unmittelbar eine gepflasterte Gasse oder ein abfallendes Gässchen, und das rinnende Wasser steigt am Ende kapillar in den Mauerfuss auf. Ein junger Putz, gedankenlos aufgetragen, hält diese Feuchtigkeit fest, statt sie atmen zu lassen, und die Farbe wirft schon nach wenigen Monaten über der Sockelleiste Blasen. Diese untere Zone betrachte ich immer zuerst, vor dem übrigen Raum, denn eine schlecht behandelte Feuchtigkeitssanierung verdirbt jede darüber gelegte Oberfläche, so sorgfältig sie auch sei.

Wohnungen, in den Altbau geschnitten

Jede Mauer erzählt eine andere Geschichte

Ein alter Balken in einer neuen Trennwand verlangt, mit beiden Stoffen zugleich zu rechnen.

Die meisten Wohnungen des Städtchens besetzen Volumen, die nicht für sie gedacht waren, ein Estrich, der zum Zimmer wurde, ein gewölbter Saal, der zur Stube wurde. Jede Mauer erzählt eine andere Geschichte als ihre Nachbarin, und meine Handgriffe passen sich fast jedem Raum an statt der ganzen Wohnung.

Ins Städtchen hinaufzufahren, ein Weg, der sich lohnt

Der Weg gehört schon zur Klärung

Die Fassade vom Gässchen aus sehen, bevor ein Werkzeug angesetzt wird, das Morgenlicht ändert das Lesen einer Farbe.

Der Weg hinauf zum Städtchen ist die Gelegenheit, ein Gebäude zu entdecken, bevor man ein Werkzeug ansetzt. Ich komme gern früh, um das Morgenlicht durch die schmalen Fenster fallen zu sehen, dieses Licht ändert das Lesen einer Farbe mehr, als man glaubt. Dieser Aufstieg zu den Ringmauern ist nie verlorene Zeit.

Kurze Fragen

Das Städtchen stellt Bedingungen, keine Verbote

Ein örtlich betroffener Mauerfuss, ein über eine enge Treppe erreichbares Stockwerk, jede Lage findet ihre Methode.

Muss der ganze Aussenputz erneuert werden, um die Feuchtigkeit zu behandeln

Nicht immer. Ein örtlich betroffener Mauerfuss lässt sich behandeln, ohne die ganze Fassade aufzunehmen, alles hängt vom vor Ort festgestellten Ausmass ab.

Arbeiten Sie in den Stockwerkwohnungen des Städtchens

Ja, mit denselben Vorkehrungen wie anderswo, der Zugang über eine enge Treppe wird einfach vor der Baustelle geregelt.

Lieber eine zu ferne Baustelle ablehnen, als sie halb zu führen.

Kann ich in einer alten Wohnung eine Farbaufnahme machen lassen

Durchaus, eine Farbaufnahme gelingt an dieser Art Mauer besonders gut, wo sich die alten Schichten oft sehr deutlich lesen lassen.

Eine Molassemauer bewahrt das Gedächtnis des Städtchens, man muss nur bereit sein, mit ihm zu rechnen, statt es löschen zu wollen.

Von meiner Hand

Iven Sambento, Maler EFZ
Jede Baustelle trägt diese Unterschrift.